SKR Frühlingsturnier 2015

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06:00 Ausserordentliches frühes Aufstehen ‚und das an einem Sonntag‘, bei Familie Sitton, Frühstück und Bereitmachen zur Abfahrt, schnell noch Trinken und Essen einpacken und los geht’s! Taschen wurden bereits gestern gepackt. ‚ Ist der Gürtel wirklich drin? ‘ Kontrolle – ‚ ja: er ist bei allen in der Tasche ‘.

07:15 Jana abholen und weiter geht’s zum Treffpunkt – Parkplatz St. Jakob. Fast alle sind bereits dort, allgemeine Begrüssung und Infos von Marcel, danach geht’s los.

07:45 Abfahrt auf die Autobahn Richtung Luzern, die Autobahn ist fast leer, wir kommen gut voran nicht ganz 40 Minuten später sind wir vor Ort. Hier riecht es ziemlich ländlich. ‚ Kühe?‘

08:25 Versammlung im Eingangsbereich der Turnhalle. Marcel mahnt die jugendlichen Betreuer noch, „keinen Ausgang nach Dagmersellen“. Ich frag mich, ‚ was bitte willst Du um diese Zeit – hier – in den Ausgang? ‘ Nachdem alle eingetroffen sind können sich die Kids umziehen und werden von Smila, Femke, Dunja und Ken betreut. Gemeinschaftliches Aufwärmen, denn es geht gleich los.

09:00 Beginn Kinder-Kategorien, die Kids sind wach und geben alles. Man sieht enttäuschte, lachende, traurige und überglückliche Kinder, der Karate Kai Basel wird auch dieses Mal viele Medaillen holen. Das scheint klar zu sein.

10:00 Bei den Teenagern und Erwachsenen schleicht sich langsam etwas Nervosität ein, irgendjemand erzählt etwas von vorverschobene Starts bei den Kata Kategorien. Nun scheint es bei den Jungs etwas hektisch zu werden, die Mädchen bleiben cool. Etwas später sind alle Jungs umgezogen und wärmen sich auf. Ich hab keine Zeit, muss meinem Sohn zuschauen. Erst Kata, dann Kumite. War heute nicht sein Tag, aber egal er hat mitgemacht, hatte Spass und ich bin sowieso stolz ;-).

11:00 Zeit mich etwas umzuschauen. Draussen ist spitzenmässiges Wetter und langsam treffen die Karatekas ein, die am Nachmittag dran sind. ‚Was mache ich eigentlich hier?‘ – Geht’s mir durch den Kopf – ich glaube alle die hier mitmachen sind nicht mal halb so alt wie ich. Egal: abschalten und was essen gehen. Immer wieder werde ich gefragt, wann ich mich denn endlich umziehen gehe – ist doch noch viel zu früh…

11:45 Auch die Mädchen sind nun umgezogen – vielleicht sollte ich nun endlich auch mal gehen. In der Garderobe sind nur Jugendliche, niemand in meinem Alter – hab ich mir schon so gedacht. Rangverkündung und Medaillen verteilen bei den Kindern. Verabschiede mich von meinem Sohn, er ist nicht enttäuscht. Bald geht es für uns los. Aufwärmen mit Esteban, ich schwitze, bin warm. Gut gemacht Esteban 😉
 
13:15 Welches Tatami war es doch gleich? Stelle mich mal bei Tatami 2 hin – ne, ist nicht gut: hier hat es nur Teenager, weiter zu Tatami 3 – hier scheine ich richtig zu sein. Aufstellen und Grüssen, Wer ist mein Gegner? Ah, jetzt sehe ich ihn. Nein, der hat schon einen violetten Gurt. Nun gut, schauen wir mal. Wenn ich den überstehe, darf ich gegen Gianluca ran.
 
13:30 ‚ Hab ich alle Katas im Kopf und kann ich die richtige jeweils abfragen? ‘ Schnell nochmals alle vier im Kopf durchgehen. ‚Was hat Christian und Marcel gesagt? ‘ Korrekter Ablauf, schnelle Drehungen, kraftvoll und trotzdem soll es auch gut aussehen…. Ruhig bleiben, wird schon, bin gleich dran. Hejan Shodan, ja gut, muss gehen, keine andere Kata öfters gemacht. Geschafft, hab gewonnen, muss gleich nochmals ran. Gianluca wartet. Hejan Nidan, haben wir zwei vorher nochmals zusammen trainiert, wow ging gut, hab wieder gewonnen. Nächste Station Ken. Gut das war’s dann wohl, aber ich bin zufrieden. Hejan Yondan, noch nicht so meine Kata… Egal Augen zu und durch. Was diskutieren die Schiedsrichter da vorne, hab ich einen Fehler gemacht? Ist mir nicht bewusst, Ken gewinnt, ich muss zugeben, das war verdient. Cool hab eben erfahren ich darf noch in die Trostrunde, welche Kata soll ich wählen? Darf noch eine zeigen, mein Gegner wählt Hejan Yondan, soll ich auch? Nein, entschliesse mich im letzten Moment für Sandan, gute Wahl: hab es geschafft dritter Platz, zusammen mit Seijan.

14:00 Tatami 1, Lucia ist mit der Einzel Kata dran. Schnell rüber, aufmuntern, mitfiebern, gut gemacht – weiter so. Wow, sie steht im Finale gegen Jana. Hedwige auf dem dritten Platz. Jana zeigt Basaidai, ich bin beeindruckt. Lucia zeigt Tekki Shodan. Lucia gewinnt, nun bin ich noch beeindruckter! Bravo- und wieder bin ich ein stolzer Papa.

14:30 Geniesse nun die verschiedenen Kategorien, fiebere natürlich mit wenn unsere Kämpfer dran sind. Zum Glück habe ich mich nicht für Kumite angemeldet, sehe geradezu wie Gianluca vermöbelt wird, mit meinem Gi, hat Ihm leider kein Glück gebracht. Okay, so sieht das also aus, nicht gleich wie im Training. Viel Tempo drin. Es gibt mehr Kategorien als ich gedacht habe ist sehr spannend und manch einer muss kurz zur Sanität, Esteban hat eine blutige Nase, nichts Schlimmes zum Glück, aber sie ist definitiv geschwollen. Schaue auch mal unseren zwei Schiedsrichtern zu, Juan und Tobi. Sie sehen elegant aus mit ihren weissen Hemden und hellblauer Krawatte.

16:45 Aufstellen, Rangverkündung, Klatschen, Jubeln wenn unsere Mädels und Jungs aufgerufen werden. Hole meine Medaille auch ab, ein gutes Gefühl, hätte ich nicht gedacht. Jetzt noch ein Gruppenfoto und wieder umziehen.

17:30 Danach geht’s ab Richtung Basel. Mist, ich habe die falsche Einfahrt genommen, sollte mich mehr aufs Fahren konzentrieren. Fahre erst mal Richtung Luzern, nächste Ausfahrt raus gleich wieder in die Einfahrt nach Basel und los wieder nach Norden fahren. Wir treffen uns wieder in der Raststätte Pratteln, trinken noch was, plaudern etwas, danach geht’s ab nach Hause.

19:20 Das war ein toller Tag als Papa meiner zwei Karatekids, Zuschauer und Teilnehmer

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