Reise ins Gasshuku 2015 in Bern

In Bericht by Nico BachmannLeave a Comment

Bald ist es soweit, der Sommer ist da und es hängen wieder viele Blätter an der Infotafel, welche aber von den meisten erst beachtet werden, wenn die Trainer uns darauf aufmerksam machen. Unter anderem auch die Hotelausschreibung im Hotel Ador für das Sommerlager in Bern. Es war der 16 Juli. Um 8.00 Uhr trafen wir uns auf dem Parkplatz hinter der St. Jakobs Halle. Alle ausser Ken, da dieser unglücklicherweise seine ÖV verpasst hatte. Er kam einige Minuten später nach. Gemeinsam fuhren wir auf direktem Wege zur Sporthalle, wo kurz darauf auch schon das erste Training startete. Verschiedenste Dojo-Angehörige aus Bern, Zürich, Basel usw. waren mit am Start.
Das Gasshuku wurde wie jedes Jahr von Sugimura-Sensei eröffnet. Nach einem intensiven Einwärmen des laut Sugimura-Sensei „weltbesten Gymnastik-Meisters“ Marcel Bachmann, unterteilte man uns in die verschiedenen Stufen, welche nach Gurtfarben ausgewählt wurden.
Mein erstes Traning war bei Ogura-Sensei, welcher ein erfahrener Kumite-Trainer ist. Ogura-Senseis Training war etwas ungewohnt, jedoch sehr interessant und lehrreich. Bei einer seiner Übungen ging es um die Körperspannung.
Einwärmen beim „weltbesten Gymnastik-Meister“, Marcel Bachmann
Als erstes liess er uns in Shizentai (Grundstellung) Oi-zukis machen. Danach liess er uns bei jedem Zuki eine Drehung um 90° nach vorne machen. Ziel dabei war es, den ganzen Körper so anzuspannen, dass man auch nach einer schnellen Drehung noch stabil blieb. Und dazu kam die letzte Stufe: Wir mussten in Kiba-Dachi unsere Zukis machen, und das mit solcher Kraft aus der Hüfte, dass wir uns selbst um etwa 10 cm nach vorne “schoben”. Dabei durfte man aber nicht die Sprungkraft aus den Beinen gebrauchen. Beim Landen mussten wir wieder den ganzen Körper so anspannen, dass wir dabei nicht um fielen. Diese Übung war extrem gut, um unser Kime zu trainieren. Als erstes trainierte man die Kraft aus der Hüfte, und als zweites eine entsprechende Körperspannung, die diese Kraft “auffangen” kann. Es war eine sehr lehrreiche Trainingseinheit.
Ogura-Senseis Training war etwas ungewohnt.
Nach einer viertelstündigen Pause ging es auch schon weiter mit dem Kata-Training, welches, wie der Name schon sagt, speziell auf Kata ausgelegt ist. Als dieses Training dann zu Ende ging, kam endlich die lang ersehnte Mittagspause. Danach fuhren wir ins Hotel. Anschliessend gingen alle, welche im Hotel Ador stationiert waren, in der Pizzeria in der Nähe etwas essen. Nach einer kurzen Verschnaufpause fing auch schon das letzte Training am Nachmittag an. Als dieses schlussendlich vorbei war, konnte man sagen, dass man schon den ersten Tag überlebt hatte. Am Abend ging der ganze Klub Karatekai Basel im schönen Restaurant „Tramdepot“ etwas Leckeres essen. Auch wenn die Preise überteuert waren, musste man sich dennoch einen Bananesplitt als Dessert gönnen, da dieser einfach extrem viel versprechend aussah. Es war ein schöner Abend mit klarem Himmel und guter Aussicht und es waren auch Leute dabei, welche sonst nicht so aktiv im Traning sind. Gegen 10 Uhr gingen wir alle zurück ins Hotel Ador, wo sich die meisten zur Ruhe legten, um für den 2. Tag fit zu sein.
Am nächsten Morgen musste man früh aufstehen im Vergleich zu meinen übrigen Ferientagen. Um 8.30 Uhr assen wir alle schon das Frühstück, da wir sonst zu spät zum ersten Training gekommen wären. Diesmal gingen wir aber nicht mehr mit dem Auto zu den Trainingshallen sondern mit dem Bus und schlussendlich auch noch ein Stück zu Fuss. Es war interessant und lehrreich, dass uns nicht immer dieselben Trainer unterrichteten. Am Mittag war es dann für einige von uns auch schon so weit: Ken, Hedwige, Monique, Kron, Pascal und Nico hatten am Mittag ihre Prüfungen für den nächsten Kyu-Grad. Währenddessen gingen Tobias und Yana in die Stadt um Für die anderen Verpflegung zu kaufen. Das nenne ich Teamwork. Sie waren aber noch so früh zurück, dass sie den anderen bei deren Prüfungen zuschauen konnten. Schlussendlich haben alle vom Karatekai Basel bestanden und es waren auch alle froh, dass es vorbei war.
Es war interessant und lehrreich, dass uns nicht immer dieselben Trainer unterrichteten.
Danach ging es wieder mal ans Essen und auch nicht mehr lange bis zum letzten Nachmittagstraining. Als dieses auch zu Ende war, mussten wir uns alle nochmals versammeln. Marcel erzählte uns, wie es weitergehen sollte. Am Abend wollten wir im Desperado- Restaurant etwas essen. Die Rechnung wurde vom Klub übernommen, nochmals vielen Dank dafür. Als wir alle wieder im Hotel waren, gingen die Jugendlichen die Stadt „unsicher“ machen. Doch das war für Marcel kein Problem, aber nur unter einer Bedingung: Wer spät ins Bett gehen kann, kann am nächsten Morgen auch Trainieren gehen. Und wie durch ein Wunder: Alle haben es geschafft und am nächsten Morgen mittrainiert.
Wer spät ins Bett gehen kann, kann am nächsten Morgen auch Trainieren.
Den ganzen Tag über war es aber wieder sehr warm, doch dagegen konnte man nichts machen, Training gab es dennoch. Da es schon Samstag und damit auch schon der dritte Tag war, gab es ein vom Karatekai Bern organisiertes Grillfest, welches gleich bei den Trainingshallen stattfand. Dafür musste man etwas Geld bezahlen und konnte dafür so viel Essen wie man wollte, trinken natürlich auch. Als wir dann alle wieder etwa um 23 Uhr zurück im Hotel ankamen, wollten einige Jugendlichen nochmals ein bisschen in die Stadt gehen und die Bedingungen waren auch diesmal für alle klar. Aber diesmal gingen Kron, Pascal und Nico nicht mit, da sie entweder schon zu müde waren oder wussten, dass sie am nächsten Morgen nicht mehr so schnell würden aufstehen können.
Am nächsten Morgen wurde uns gesagt, dass Yana leider Krank sei und deswegen nicht mittrainieren konnte. Wir gingen trotzdem alle ins Training und Yana konnte sich ausruhen bis wir um 12 Uhr die Zimmer abgeben mussten. Nachdem wir wieder das gesamte Gepäck im Auto verstaut hatten, gingen wir alle ins Migros um einen kleinen Happen zum Mittag zu kaufen und fuhren dann gemeinsam mit dem Auto zu den Hallen. Das Abschlusstraining wurde wieder von Sugimura-Sensei geleitet. Er erzählte viele interessante Dinge, welche man sich unbedingt merken sollte. Als das Training beendet war, verabschiedeten sich alle von Basel und gingen zurück ins St. Jakob oder machten Zwischenstopps, um andere abzuladen. Es waren vier tolle Tage mit vielen Leuten, sowohl bekannten als auch unbekannten und es ist wirklich nur weiter zu empfehlen. Wir hoffen sehr, dass wir auch nächstes Jahr wieder so zahlreich erscheinen werden und vielleicht sind ja noch mehr dabei.

Co-Autoren: Ken Walzer und Tobias Käser

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